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Die weibliche Komponente der Ausstellung ist Zwenia. Die junge Frau, geboren 1979 in einer deutsch-tschechischen Künstlerfamilie, studierte zunächst am Hamburger Konservatorium klassisches Klavier. Sie machte einen Abschluss als Mediengrafikerin, ehe sie sich der Malerei zuwandte. „Mich interessiert das Tiefgründige“, sagt sie. „Was Bewusstsein bedeutet… und was uns Menschen darüber hinaus umgibt. Meine Technik ist das Zerteilen, Zersplittern von realistischen Motiven…“ Und so kommen die Bilder auch daher: Als wären sie in einen Spiegel gefallen. Ein hochenergetisches Vokabular erzählt im Stile eines surrealen Realismus. In „Ultra Paradoxon“ bricht ein Elefant durch eine Wand – es darf einem getrost dieses sprichwörtliche Tier im Porzellanladen dazu einfallen. „Baldanders“ huldigt dem gleichnamigen Fabelwesen, das die Eigenschaften des Chamäleons genauso besitzt wie die von Proteus, einem Meergott. Oder der „Endemit“, eine Klassifizierung aus der Biologie, die Pflanzen und Tiere benennt, die nur in räumlich klar abgegrenzten Umgebungen vorkommen. Zwenias Endemit ist ein menschliches Gesicht, zerschnitten und wieder zusammengesetzt – hier erkennt man die Grafikerin! – vielleicht ja kündend von der Einmaligkeit eines jeden Menschen. Mit all seinen Verletzungen, Erfahrungen, seinem Leben. Denn wer hätte nicht schon einmal vor einem Scherbenhaufen gestanden, sich mühsam daraus wieder erhoben und neu sortiert? Mein Favorit ist „Poseidon“. Ein auf ähnliche Weise malträtierter Fisch, vierfach zerhackt von scharfen Glassplittern. Leben in diesem Zustand widerspräche allen Regeln und trotzdem ist es ein Bild in warmen, optimistischen Farben. Und obendrein ein Kafka-Sujet: Das hilflose Individuum!…

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Zwenia


Zwenia – Kristallisierte Welten

Heute stelle ich Dir eine interessante Künstlerin vor, deren Weg in der Kunst das Erschaffen von zusätzliche Dimensionen ist. Die Hauptthemen ihrer Werke sind Illusion, Psychologie und Philosophie. Noch bis zum 30. Juni 2015 kannst Du ihre Werke im ARTGESCHOSS in der Galerie “Rowland & Kutschera” sehen.

Die 1979 in Gelsenkirchen geborene Künstlerin mit tschechischen Background lebt und arbeitet in Berlin. Nach dem Besuch des Musik Konversatoriums Hamburg und Studium des klassischen Klavierspiels …. [WEITERLESEN]